Neues Förderprogramm für intergrierte Stadtquartiere

Wismar, 6. Dezember 2011: Kommunen, aber auch Wohnungsgenossenschaften, - eigentümer und Stadtwerke, die energieeffiziente Technik in ihren Gebäuden installieren wollen, können seit einigen Wochen auf das neue Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“  zurückgreifen.

Das Bundesbauministerium hat dieses Programm besonders dafür aufgelegt, um eine effiziente Energieversorgung in sogenannten integrierten Quartierskonzepten voranzutreiben. Mehrere, in einem bestimmten Territorium zusammenhängende Gebäude eines Stadtteils stellen ein Quartier, eine Art Stadtviertel, dar. In diesen Häusern wohnen nicht nur Menschen, sondern sind auch Geschäfte, kommunale Einrichtungen oder andere Dienstleistungsunternehmen untergebracht. Hier soll die Energieversorgung optimiert werden.

Die Fördermittel werden entweder für die Konzepterarbeitung oder für einen sogenannten Sanierungsmanager eingesetzt. Er begleitet und koordiniert die Planung sowie die Realisierung der Konzepte. Gefördert werden bis zu 65 Prozent der veranschlagten Kosten für das Konzept. Für den Sanierungsmanager stehen bis zu 120.000 Euro je Quartier bereit. Während das Konzept nach einem Jahr fertig sein sollte, steht das Geld für den Manager zwei Jahre zur Verfügung. 

Das Bundesbauministerium hat insgesamt 92 Millionen Euro für das kommende Jahr zur Verfügung gestellt. Das Geld stammt aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“.

Weitere Informationen unter www.kfw.de

 

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Modernes Nahwärmenetz überzeugt

Cofely gewinnt Preis für Solarthermie-Anlage mit Holzpellet-Kessel

in Hamburger Neubaugebiet

Wismar/Hamburg, 29. September: Cofely, eine von Deutschlands größten Firmen für Energie-Contractring, Gebäudetechnik sowie - management, hat den Solarpreis 2011 für sein grünes Nahwärmenetz von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt erhalten.

Cofely hat im Neubaugebiet „Auf der Jahnhöhe“ ein Nahwärmenetz errichtet, das ausschließlich erneuerbare Energien zur Warmwasserbereitung verwendet. Neben einer 100 Quadratmeter großen Solarthermie-Anlage kommen auch zwei Holzpellet-Kessel zum Einsatz. Beheizt werden die Kessel mit Qualitätspellets von German Pellets. Etwa 250 Tonnen Holzpellets werden pro Jahr für die Kessel, die eine Gesamtleistung von 360 kW erbringen, veranschlagt.

An sehr sonnigen und meist auch warmen Tagen brauchen die Kessel jedoch nicht angeschaltet werden – die über Solarkollektoren erzeugte Energie reicht zur Warmwasser-Aufbereitung vollkommen aus.

Ungenutzte Energie kann auch gespeichert werden: Die Anlage ist mit fünf Pufferspeichern ausgestattet, von denen einer jeweils ein Fassungsvermögen von 2200 Litern besitzt.

Das grüne Nahwärme-Netz ist derzeit das größte in Hamburg: Die erzeugte Wärmemenge versorgt die 71 neugebauten Reihen- und Doppelhäuser in dem Neubaugebiet „Auf der Jahnhöhe“ mit Warmwasser für Heizung und Trinkwasser. Der Wärmeverbrauch der gesamten Wohnanlage liegt bei 700  Megawattstunden pro Jahr.

Neben einer umweltfreundlichen Energieerzeugung – sowie –nutzung hat das moderne Nahwärme-Netz noch einen weiteren positiven Effekt. Die Hausbesitzer erhalten aufgrund der Klima fördernden Ausrichtung der Häuser  eine staatliche Unterstützung von mehreren Tausend Euro – verteilt auf die kommenden Jahre.

 

Contracting befügelt die Energiewende

Arbeitskreis Einsparcontracting fordert: Potenziale mehr nutzen / Energiekosten sinken um bis zu 30 Prozent

Wismar, 17. August: Contracting wird immer beliebter. Hierbei kümmert sich ein Unternehmen, der Contractor, um Planung und Einbau sowie Wärme-Versorgung  eines Gebäudes oder Gebäudekomplexes bzw. um die Bereitstellung von Prozesswärme. 2010 floßen im Zuge des Contractings über 50 Millionen Euro Gewerke übergreifend in energieeffiziente gebäudetechnische Anlagen. Das teilt der Arbeitskreis Einspar-Contracting des Verbandes für Wärmelieferung mit. Der Arbeitskreis hat erstmals Marktzahlen für derartige Energiedienstleistungen  erhoben.  

Meist werden Liegenschaften von Kommunen und Krankenhäusern im Contracting energetisch modernisiert und optimiert. Die Energiekosten sinken dadurch um durchschnittlich 30 Prozent, heißt es vom Arbeitskreis weiter. Contracting  trägt dazu bei, den Energieverbrauch zu senken, die CO2-Emissionen zu reduzieren und Kosten zu sparen. So ließen sich beispielsweise  in den etwa 185.000 öffentlichen Gebäuden in Deutschland bei einer mittleren Energieeinsparung von rund zehn Prozent zusammen jährlich 410 Millionen Euro einsparen, hat die Deutsche Energieagentur (dena) errechnet.

Der Arbeitskreis Einspar-Contracting sieht in Deutschland noch erhebliches Potenzial. „Das größte Sorgenkind sind die Kommunen, auf die über 60 Prozent der Energiekosten der öffentlichen Hand entfallen“, heißt es in einem Positionspapier des Arbeitskreises. In zahlreichen Krankenhäusern, Liegenschaften des Bundes – speziell im militärischen Bereich – und eben bei Kommunen herrscht erheblicher Sanierungs- und damit Contracting-Bedarf. Um eine weitere Marktbelebung hervorzurufen, fordert der Arbeitskreis nun unter anderem, Contracting im öffentlichen Vergaberecht als standardisierte Vergabeform einzuführen.  Darüber hinaus sollten öffentliche Auftraggeber im Rahmen von energetischen Modernisierungsmaßnahmen Contracting gegenüber kleinteiligen Einzelmaßnahmen vorziehen. Dringend notwendig sei auch eine Vereinfachung der Genehmigungspraxis in öffentlichen Verwaltungen.

Auf dem elften Industrieforum der Messe „Interpellets“, die vom 5. bis 7. Oktober in Stuttgart stattfindet, können Interessenten von Pelletheizungen beim „Beratungsforum Biomassefeuerungen“ ihre Fragen los werden.  Auf dem Forum können beispielsweise Problemstellungen bei geplanten Projekten geklärt werden.

Anmeldung ab Ende August unter:www.interpellets.de

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Energiewende nur mit Kraft-Wärme-Kopplung

Der Verband für Wärmelieferung e.V. (VfW) fordert in einem Positionspapier die Bundesregierung auf, nicht nur auf einen Zubau an Kraftwerkskapazitäten, Netzen und Speichern zu setzen. Vielmehr müssten dezentral und flexibel einsetzbare Technologien wie die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) unterstützt werden.

Der VfW betont, dass Kraft-Wärme-Kopplung höchst effizient ist, weil sie die bei jeder Stromerzeugung anfallende Wärme gleich mit nutzt. Darüber hinaus sei Kraft Wärme-Kopplung dezentral möglich, weil sie nur dort installiert wird, wo neben dem Strombedarf auch Wärme benötigt wird. Sie entlastet dadurch die Stromnetze und reduziert den Ausbaubedarf der Netze.

Kraft-Wärme-Kopplung dient auch als Stromspeicher, weil durch die Pufferspeicherung der Wärme die KWK-Anlage nach Bedarf ein- und ausgeschaltet werden kann und somit konträr zur Wind- und Solar-Stromerzeugung laufen kann.

Derzeit sieht sich die Kraft-Wärme-Kopplung jedoch erheblichen Hindernissen ausgesetzt. U.a. ist im Zuge der aktuell laufenden Gesetzesänderungen geplant, die Vergütungssätze insbesondere für kleine und mittlere Anlagen zu reduzieren. 

Quelle: Verband für Wärmelieferung